Bier, Braukunst und Begegnungen
Shownotes
Die Brauerei mit langer Geschichte, ist tief verwurzelt im Mühlviertel und verbunden mit dem Stift Schlägl seit 1580. Hier treffen Tradition, moderne Brautechnik und Verantwortung für Qualität aufeinander. Wir sprechen darüber, wie Bier entsteht, was einen guten Braumeister ausmacht, warum Brauen viel mit Geduld und Erfahrung zu tun hat – und was Männer heute vom bewussten Biergenuss, und von echter Handwerkskunst lernen können.
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00:00:07: Heute geht es um ein Getränk, das Weltmeer ist als ein Durstblöscher.
00:00:12: Bier!
00:00:14: Es steht für Handwerk, Gedulds, Geschmack und manchmal auch für gute Gespräche unter Männern.
00:00:24: Was man bewegt – Ein Podcast der katholischen Männerbewegung zu Themen die Männer ansprechen.
00:00:39: Herzlich willkommen zu unserer Podcastfolge «Was Man Bewegt».
00:00:44: Mein Name ist Klaus Mastallier.
00:00:46: Ich bin heute Gast bei Braumeister Reinhard Bayer, Leiter der Stiftsbrauerei Schlägel in Eigengschlägel im schönen Müllviertel.
00:00:57: Grüß Gott Herr Bayer!
00:00:58: Danke für Ihre Zeit.
00:00:59: Grüße Gott, danke für die Einladung und für die Möglichkeit.
00:01:02: Gerne.
00:01:04: Die Brauerei mit langen Geschichten ist tieferwurzelt im Mühlvierteln und verbunden mit dem Stiftschlägel.
00:01:11: seit fifteen Hundert Achtzig.
00:01:13: hier treffen Tradition moderne Brautechnik und Verantwortung für Qualität aufeinander.
00:01:20: Wir sprechen darüber, wie Bier entsteht was einen guten Braumeister ausmacht warum Braun viel mit Geduld und Erfahrung zu tun hat und was Männer heute vom bewussten Biergenuss und von echter Handwerkskunst lernen können.
00:01:36: Herr Bayer erinnern Sie sich noch an den Momenten in dem sie gespürt haben Bierbrauen ist nicht nur ein Beruf, sondern könnte wirklich meine Lebensaufgabe werden.
00:01:47: Das war eher eine zufällige Begegnung.
00:01:50: Ich habe nach der Absolvierung des Präsenzdienstes noch ministriert mit den neunzehn Jahren und dann hat in meiner Heimatpfarre, weil es dürfte zu Pfingsten gewesen sein, der Herr Vorrag sagt vor siebzig Ministranten das in der Brauerei Schlägel einen Lehrling gesucht wird.
00:02:09: Tomaseno war noch ein bisschen in der Orientierungsphase in einem Studium.
00:02:12: oder mache ich überhaupt einen Handwerk.
00:02:15: Und ich habe mich dann da bewirmen entschläge und hab dann hier im August, siebenundachtig das Lehrling begonnen und bin eigentlich immer diesem Handwerk treu geblieben.
00:02:28: also ob du meine Lehrzeit verbraucht habt dann in München die Braumeisterausbildung gemacht war auch in anderen Braureindern unterwegs und wir haben ein bissel Erfahrung zusammen und bin jetzt ja seit mittlerweile über von zwanzig Jahren der Braumeister.
00:02:41: Es hat da viele Momente gegeben, wo man sagt schön dass ich diesen Beruf ergriffen und lernen durfte.
00:02:50: Was fasziniert Sie nach so vielen Jahren am Brau noch immer?
00:02:55: Ich bin als Brauer, als Bierbrauer ein Teil einer sehr langen Geschichte.
00:03:00: Die Menschheit braut seit circa dreizehntausend Jahren Bier.
00:03:05: Es hat da sehr viele Auf- und Absgegeben, Entwicklungen gegeben.
00:03:08: Wir wissen eigentlich erst seit knapp zweihundert Jahren wie Pieperan wirklich geht.
00:03:14: Da haben wir den letzten Rohstoff oder Hilfstoff die Hefe erst vor knapp zweihundert Jahren entdeckt.
00:03:21: und in dieser Geschichte ein Teil zu sein etwas zu machen was an selber Freude bereitet das auch sehr kreativ ist und was auch anderen Freude und Genuss bereitet, das ist eine sehr schöne Sache.
00:03:37: Viele Männer trinken gerne Bier aber wenig gewissen genau wie es entsteht.
00:03:42: was würden sie einem Lein in zwei drei Sätzen erklären was beim Bierbrauen passiert?
00:03:49: Also beim Bier braun Bier definiert sich als vergorenes Getränk aus Getreide also getreides immer der Rohstoff der Zuckerlieferant dass dem dann der Alkohol entsteht.
00:04:00: Beim Getreide ist es ein bisschen schwieriger wie beim Wein, beim Getreiden muss man die Stärke aus dem Zucker umwandeln.
00:04:05: Also das getreidete Gerste muss vermetzt werden und dann hat man Zucker zur Verfügung, die man dann im Sudhaus aus dem Malzkorn herauswäscht.
00:04:13: Dann wird das ganze gekocht mit Hopfen gewürzt und dann kommt die Hefe dazu und dann beginnt die Gehrung und die Heve machte dann aus dem Maltzucker den Alkohol, baut auch einen Serviering Geschmack dann mit rein.
00:04:28: Eine lange Reifungszeit folgt dann über mehrere Wochen und dann ist das Birkenis fertig.
00:04:33: Wasser, Malz, Hopfen und Hefe – welche Zutat wird Ihrer Meinung nach am meisten unterschätzt?
00:04:40: Unterschätzung wird die Hefe.
00:04:42: Das ist meine Erfahrung aus meinem Leben.
00:04:47: Man schaut, dass man eine gute Wasserkwalität hat.
00:04:51: Die haben wir da mit einem sehr weichen Brauboss aus dem Granit.
00:04:55: Es gibt ... X-Analysen über die diversen Malzorten und Hopfenzorten.
00:05:03: Die Hefe ist immer so, man hat eine Hefe im Betrieb, die verwendet man weiter.
00:05:07: Man hat den Hefestamm auf dem man vertraut.
00:05:09: Aber wir haben es jetzt auch ein bisschen damit beschäftigt dass die Hefe ja ein Mikroorganismus ist der auch auf bessere Umstände reagiert sozusagen auch auf Druck reagiert also den pferdphylikalischen Druck oder unterschiedliche Temperaturen und dann auch eine andere Arbeit leistet, was anderes macht.
00:05:26: Und das dann unter Umständen im Bier dann auch irgendwann noch mehr merkbar wird.
00:05:30: Das ist sehr spannend, dass man mit diesem Mikroorganismus, mit verschiedenen Hefestämmen einfach so eine große Vielfalt hat und Möglichkeit hat, Biere zu brauchen.
00:05:41: Beim Bierbraten braucht es Geduld, Geneuigkeit und Erfahrung.
00:05:46: Gibt es einen Punkt im Brauprozess an dem besonders viel Gefühl?
00:05:51: gefragt ist?
00:05:52: Ja, es beginnt schon bei der Auswahl der Rohstoffe natürlich.
00:05:56: Also wüchern ich Malzsorten, Getreidesorten möchte ich in meinem Bier drinnen haben dazu passend dann die Hupfengualität dazu also Aromopfen oder Bitteropfen.
00:06:08: in welche Richtung sollte mein Bier gehen?
00:06:11: eine sorgfältige Verarbeitung dann im Sudhaus mit den nötigen Kontrollen.
00:06:16: aber besonders spannend ist danach für uns immer noch der Gehrung und Am Ende der Reifung waren wir dann das Bier verkosten, also wirklich mit unseren Sinnen auch noch das Verifizieren und testen.
00:06:29: ist es jetzt das was wir erreichen wollten.
00:06:32: Braucht das Bier noch ein bisschen Zeit oder ist es schon fertig?
00:06:37: Und das ist dann schon immer spannend.
00:06:38: aber dass wir Menschen mit unserem zensurischen Talent machen können beziehungsweise was wir auch lernen können dabei und trainieren können Geschmacksnähenprodukte erkennt, Taktilempfindungen im Mundrahmen bewusster wahrnehmen und das ist eine sehr spannende Geschichte.
00:06:59: Was unterscheidet aus Ihrer Sicht ein gutes Bier von einem durchschnittlichen Bier?
00:07:05: Ich sage immer so, ein bestes oder gutes Bier, das ist natürlich sehr abhängig auch von der Erwartungshaltung des Konsumenten oder des Biertränkers.
00:07:15: Wir sind geprägt seit Kindheit mit Geschmacks-Eindrücken aus der Familie raus, von dem wie die Mutter gekocht hat.
00:07:23: Soll man erstmal mal bei nach Hause schmecken, ist ja immer am besten und da hat er jeder natürlich auch ein anderes Empfinden.
00:07:32: Wir haben auch in das intersensurischen Ausstattung unterschiedliche Qualitäten.
00:07:37: wir nehmen Bittere unterschiedlich vor.
00:07:39: Es gibt so bitter blinde Personen fast also die können bittere Getränke zu sich nehmen wo andere schon fast nicht mehr schlucken kann auf den Ort.
00:07:50: Ich finde ein wirklich guter oder spitzen Bier, das muss einfach dem Biertypen mal entsprechen.
00:07:56: Es gibt da so viele verschiedene Biertypem.
00:08:00: Das muss dann einfach in sich ausgewogen sein und es muss das Verhältnis von Malzüsse zu Hupfenbittere- oder Hupfmaromatik typopengelt am Basten.
00:08:08: Es muss die Vorab dazu erbasten.
00:08:10: Die Rezents, die präglende Kohlensaure dazubasten.
00:08:14: Sie trinkt Temperatur D. Schamqualität, natürlich.
00:08:18: Wir sind ja sehr optisch dominiert wie Menschen, da werden wir für US noch der Meißerin.
00:08:25: und wenn das US in sich ein sehr harmonisches Produkt ist dann ist es ein sehr gutes Bier.
00:08:30: Die Stiftsbrauerei Schlägel hat eine sehr lange Geschichte.
00:08:34: was bedeutet das für Sie persönlich in einer Brauerei mit so viel Tradition Verantwortung zu tragen?
00:08:42: Ein sehr schöner Teil.
00:08:45: Also die Brauerei gibt es so, ich erzähle seit den Fünfzehn-Hunderten-Achzigen, also über vierhundert hat's fast vierhundertfünfzig Jahre mittlerweile.
00:08:53: Ich hab jetzt fast vierzehnte Jahre da verbracht... Es ist ein großer Teil und da gibts immer wieder so Momente... Du hattest zum Beispiel auch beim Umbau wenn wir das Suders neu gebaut haben und eben diesen Getreidekosten, diesen neuen Zehenkosten aus Sechzehnhundertachzig, den werden wir hier jetzt sitzen Da ist er komplett umgebaut worden und da ist auch das alte Gewölbe frei gelegt worden.
00:09:15: Und dann, wenn man sich diesen Schlussstein vom Gewölbett an anschaut, haben wir doch gedacht, der geht ja nicht von selber dahin.
00:09:24: Der muss auch damals wieder dorthin gelegt haben.
00:09:27: Dann denke ich mir, da bleibt von jedem Menschen irgendwie etwas über, von seinem Werkstück.
00:09:34: Ich bin jetzt noch kurz dankbar ein Teil dieser Geschichte und hoffe dass ihr einen guten Teil davon geschrieben hast.
00:09:42: Schläge gesetzt auf Wasser aus dem Bömerwald, österreichisches Gärstenmalz.
00:09:48: Aus Hopfen aus dem Müllviertel.
00:09:50: Das sind Zudaten und die Grundlage der Biere?
00:09:53: Was macht diese regionale Verwurzelung im Geschmack aus?
00:09:58: Natürlich sind gerade das Wasser sehr engständig zu betrachten hier im Mühlvierter.
00:10:05: Wir haben ja das Urgestein, den Granit, wir haben ein sehr weiches Wasser.
00:10:08: also wir haben da kein Kalk drinnen und das wirkt sich natürlich letztendlich auf die Farbe des Bieres aus wirkt sie auf die sensorische Härte, indem man wahrnimmt oder Kratzigkeit kann.
00:10:20: Sie wirkt sich das positiv aus.
00:10:23: Auch die Extraktion beim Hupfenkochen im Sudhaus wirkt es aus und genauso sind auch die Hupfensorten im Müllviertel geprägt von diesem Boden, auch von diesen gematischen Verhältnissen da und bringen einfach in ihre Orte sehr... kreuterartige und sehr betont aus der kräftigen Töne ins Bier mit ein.
00:10:50: Und natürlich das Malz aus österreichisch mannbar, die Braugärste ist auch eine sozusagen eine Vorgabe des Stiftes.
00:10:59: Wir verstehen uns als regionale Brauerei einerseits im Verkauf aber auch im Einkauf also einfach Wertschöpfung so weit wie möglich in der Region belassen und mit den Rohstoffen zu arbeiten, die uns die Natur hier zur Verfügung steht.
00:11:14: Sie haben schon erwähnt, dass in der Stiftsbrauerei ein neues Sudhaus errichtet wurde, welches moderne Technik- und Nachhaltigkeit verbindet?
00:11:22: Wie verändert moderne technik des Brauns ohne den Charakter des Biers zu verlieren?
00:11:28: Das war für uns eine sehr große Herausforderung.
00:11:32: Wir haben gewusst ... Wir wollen eine moderne Brautechnik kommen, in erster Linie auch aus Energiesparendengründen.
00:11:41: Wir wollten einfach unser Beheizungssystem in der Sudpfanne umstellen und die Wärme wieder rückgewinnen können.
00:11:50: Man weiß jetzt dann, wenn wir ein anderes Heiz-Medium, andere Heiztemperaturen haben, dass es das auch auf das Bier auswirkt.
00:11:57: Es ist schon mal optisch.
00:11:59: Also kann man die gleichen Rohstoffe nehmen?
00:12:02: Rezeptur die gleichen Maisstemperaturen vorhanden, wenn man das heutz-mediumandere Temperatur kann es ja auch schon optisch ein bisschen anders sein.
00:12:10: Und das war eigentlich die große Angst.
00:12:12: also wir haben plus dass wir sensorisch harmonischer werden ist wird runterwähren.
00:12:17: aber wir haben ihn befürchtet weil's dann ganz heller ist und wie gesagt als Konsumenten stark optisch dominiert sind das dann vielleicht.
00:12:25: die negative rückmeldung kommt jetzt ist da weniger mal drinnen.
00:12:28: Wir haben das ein bisschen befürchtet, es ist aber überhaupt nicht eingetreten.
00:12:35: Es ist alles sehr positiv angekommen und wir haben immer gesagt, wir brauchen jetzt in einem neuen Sudhaus oder das Herz.
00:12:43: die DNA des Bieres, die Rezeptur der Poststoffe sind gleichgekriegt.
00:12:48: Die Stiftsbrauerei erzeugt auch alkoholfreie Limenaden.
00:12:52: Welchen Marktanteile haben diese im Vergleich mit dem Biersortiment?
00:12:57: Also Alkoholfreie Getränke werden derzeit Etwas mehr, das ist auch bei der Limonade so.
00:13:03: Aber was für uns ganz interessant ist die Entwicklung beim alkoholfreien Bier.
00:13:08: Das ist ja nicht nur bei uns da, sondern in der Branche allgemein in Europa, dass alkoholfreie Biere auf dem Vormarsch sind.
00:13:15: Also der Bierkonsum an sich stagniert oder ist eher sogar rückläufig und es ist eine Entwicklung, die eigentlich in den letzten Jahren eklatant neldpassiert ist.
00:13:25: Die ersten alkohofreien Biere sind schon aus den Neunzehn Achtzigern.
00:13:29: Die waren ja sensuierisch bei Weitem noch nicht dort, wo wir jetzt sind.
00:13:34: Dann mit den alkoholfreien Weizenbieren ist das ein bisschen besser geworden und mittlerweile sind die Biere auch in der Gesellschaft angelangt und es ist keine... Man wird nicht mehr schief angeschaut, wenn man so bei uns im Müffi da sagt, wann's standisch sitzt und der alkoholfreies Bier drängt.
00:13:48: Früher haben wir das eher noch fast heimlich gemacht, als dass vom Wirt einer Glas einschängen lassen, dass keiner mitkriegt.
00:13:54: Aber das hat seinen Platz gefunden!
00:13:56: und hat auch so berechtigterweise einen guten Platz in unserer Gesellschaft.
00:14:02: Sie haben jetzt sehr schön ein Stichwort gesagt, Bier spielt bei vielen Männern eine Rolle nach der Arbeit im Verein beim Stammtisch, beim Feiern – was macht Bier aus ihrer Sicht zu einem getränkten Begegnung?
00:14:17: Ich glaube, das ist was verbendendes.
00:14:19: Wenn zwei Menschen das gleiche tun oder dass die gleiche konsumieren und das Gleiche in der Hand haben dann hat man schon irgendwie, man hat eine gleiche Ebene an den Anknüpfungspunkt.
00:14:28: Man hat signalisiert, dass man vielleicht gleiche Interessen hat.
00:14:32: Und dann kommt man leichter in ein Gespräch und tauscht sich aus.
00:14:37: Natürlich bia an sich ist ja ein Thema über das wir ewig lang reden.
00:14:41: auch diskutieren kann darüber aber es ist einfach... Im familiären Bereich in der Gastronomie überall, wo man mit Menschen zusammenkommt und Spurbloser da ist das einfach ein verbindendes Gemeinsam was zu konsumieren gemeinsam sich dann eben auszutauschen.
00:15:01: Früher war Bier oft mit viel Trinken verbunden heute geht es stärker um Qualität und bewuchsten Genuss.
00:15:09: hat sich aus ihrer Sicht auch das Männerbild rund ums Bier verändert?
00:15:14: Ich glaube schon also Es wird viel bewusster und verantwortungsvoller damit umgegangen.
00:15:22: Also wenn ich an meine Jugendzeit zurückdenke, ist es eher noch vielleicht männlich gewesen unter Anführungsszeichen, wenn man viel Bier trinken konnte.
00:15:33: Mittlerweile ist das eher schon umgekehrt also dass man wirklich eher darauf stolz sein kann, weil man bewusst mit Alkohol umgeht oder auch mit anderen Dingen die wir dann sammeln.
00:15:43: und seinem Körper vielleicht nicht unbedingt in Mengen zuträglich sind.
00:15:48: Das hat sich sicher geändert, wird auch jetzt nicht mehr als schwächer gesehen oder ist unmählich gesehen und sagt nach heute kein Bier.
00:15:58: Spannend!
00:15:59: Die Brauerei hat nicht nur Tradition sondern ist auch ein wirtschaftlicher Betrieb.
00:16:04: was sind heute die größten Herausforderungen für eine regionale Brauerei?
00:16:13: Derzeit auch die globalen Entwicklungen, das sind die Energiepreise.
00:16:17: Wir haben ein relativ energieintensiven Betrieb und es ist für uns momentan nicht so einfach für den Bierbrauer weil der Bierkonsum rückläufig ist.
00:16:30: also das geht ja zurück.
00:16:32: Ein Wachstum kann nur mehr auf Vertränkung geschehen und da sind wir als regionale kleine Brauern natürlich gegenüber einer großen Konzernbrauerei immer ein bisschen im Nachteil, weil wir einfach nie so kostengünstig ein Bier produzieren können.
00:16:50: Das geht auch nicht, wenn man kleinere Einheiten hat und kleinere Mengen.
00:16:54: Dadurch einfach pro hektoliter Bier, das jetzt nüchtern runterbricht höhere Personalkosten und einfach einen höheren Energieeinsatz hat.
00:17:05: Und dadurch ist es für regionale Brauerei ungleich schwerer in der heutigen Zeit.
00:17:13: viele Männer, der katholischen Männerbewegung führen Betriebe, Vereine oder Teams.
00:17:19: Was kann man aus einer Brauerei über gute Führungen lernen?
00:17:24: Das ist ein sehr spannendes Thema.
00:17:25: Ich glaube auch da.
00:17:28: der fünfte Rohstoff beim Bierbrauen sind die Mitarbeiter und die Menschen mit denen wir da Bier brauen oder gemeinsam bierbrauen, gemeinsam kreativ entwickeln, gemeinsam Rezepturen entdecken oder Ideen einbringen.
00:17:43: Seien es das Verkaufs, was braucht man eigentlich draussen oder sind wir Brauer?
00:17:47: Wo zieht man einen Bedarf des Marktes vorbei.
00:17:51: Das ist immer sehr spannend und ich finde, jeder Mensch für sich hat seinen eigenen Charakter.
00:17:59: Jeder möchte anders behandelt werden.
00:18:02: Jeder Brauch hat andere Stärken, andere Schwächen.
00:18:05: Es geht dann ja so weiter genauso.
00:18:07: Und das ist immer ganz spannend, in einem Boot zusammenzuhalten Das Miteinander einfach funktioniert und jeder hat seinen Platz darin findet.
00:18:18: Die Stiftsbrauerei Schlägel ist eng mit einem christlichen Ort verbunden.
00:18:23: Spüren Sie im Alltag, dass Bierbrauen auch etwas mit Spiritualität zu tun haben?
00:18:30: Ja auf alle Fälle, Herr Lorde!
00:18:33: Wenn ich jeden Tag hier in die Arbeit fahren, am Stift vorbeifahren das Stiftsgebäude, den Stiftskirchen, den Kirchtern da ganz markant vor mir sehe Da hat man einfach eine Verbindung dazu.
00:18:43: Ich komme aus einer katholischen Familie, habe mich sehr lange ministriert und habe natürlich durch meine jahrelange Arbeit auch eine persönliche Bindung zum Haus.
00:18:58: Also Herr Markus der Kameradestiftess war ja sehr lange zusammengearbeitet.
00:19:05: Er ist immer noch aktiv in der Leitung der Brauerei.
00:19:12: Und da hat man schon einfach die Verbindung zum Haus, das ist... Man nimmt auch am kirchlichen Leben im Stift teil zu bei Anlessen und es wirkt sich natürlich dann ein bis ins persönliche Leben mit aus.
00:19:34: Beim Brauen kann man nichts erzwingen.
00:19:37: Man braucht Zeit, gute Zugarten und Vertrauen in den Prozess.
00:19:42: Ist das für Sie auch ein Bild, für das Leben eines Mannes?
00:19:47: Man braucht ihn definitiv vertrauen.
00:19:50: Also wenn man es in der persönlichen Entwicklung ist, auch lernen einerseits sich selbst zu vertrauen also dass man auch den eigenen Fähigkeiten und Talenten vertrauen kann, was man mal gefunden hat aber auch zu vertrauen, dass andere auch etwas können, dass auch andere da sind, dass anderen das mitgestalten.
00:20:10: Das ist definitiv ein wichtiger Bestaunteil.
00:20:14: Und dann auch in der persönlichen Entwicklung, dass man das einfach lernt und dadurch den Mut findet oder die Möglichkeit findet einen Schritt wieder weiterzugehen einerseits beruflich oder andererseits auch in einer eigenen Wahrnehmung im eigenen Leben.
00:20:33: Dir kann Gemeinschaft stiften?
00:20:35: Wo und wann erleben Sie... dass ein bewusst getrunkenes Bier Menschen ins Gespräch bringt, vielleicht auch über Themen, über die Männer sonst nicht so leicht reden.
00:20:48: Ich glaube, Männer brauchen da immer eine gewisse Anlaufphase dann mal über Themen überschwörte.
00:20:53: Schwierigere Themen spricht Männer unter sich vielleicht ein bisschen leichter sogar.
00:20:58: und also im Bier auch wieder eben dieser Staatknopf sozusagen, das gemeinsame... Ich wüsste es nicht als Ritual bezeichnen, aber man macht was gemeinsam oder gemeinsam ein Fokus in der Hand.
00:21:12: Verkostet das und da hätt sie da bewusst drüber.
00:21:15: und dann kommt man vielleicht auch ins Gespräch über andere Dinge wobei natürlich die zwischenmenschliche Basis dann schon gegeben sein muss, aber das Bier, das gemeinsame Trinken, das ist geniessere Strinken, dass ist dann sicher oft der Initiatur Sehr
00:21:36: spannende Antworten.
00:21:37: zum Abschluss noch eine letzte Frage.
00:21:41: Wenn ein Mann nach dieser Podcast-Episode sein nächstes Bier bewusster trinken möchte, worauf sollte er beim ersten Schluck achten?
00:21:51: Ja so ist es einmal.
00:21:52: Also wenn man sich aus dem Glas trinkt und mal beim Einschenken schon draufschauen wie sich das Bier im Glas entwickelt wieder verschaumend hier steht und dann eigentlich einmal rein riechen Aber was nehme ich jetzt schon einmal an Hopfennoten, an Getreidigennoten?
00:22:10: Und dann den ersten Schluck in den Mund nehmen und dann gibt es so viele Eindrücke.
00:22:14: Das eineseits sind die Temperaturen sehr kalt.
00:22:17: Es ist eiskalt oder eher warm, das manchmal für die Sensoriker besser ist.
00:22:21: Wie ist Ihre Zähne zu prickelte in meinem Mundrahmen?
00:22:24: Ist es weich oder cremig?
00:22:29: Süße an der Zunge entspitze oder entwickelt sich eine trockene Bittere wie z.B.
00:22:34: bei einem Pilzbier und dann auch noch, weil ich runtergeschluckt habe und den Nachtdruck sozusagen wahrnimmt, dann werden ja oft nur Aromen frei, die man dann über den rachen Nasenkanal jetzt dann auch gesagt hat, sehr intensiv vornehmend, wo dann sehr viel Hopfmaromen in den Vordergrund treten können.
00:22:52: Und da sieht man dann schon was eigentlich in einen Bier alles drinnen sein kann.
00:23:00: nur dann hohernehmen, wenn wir das uns auch bewusst auf das drauf einlassen.
00:23:05: Da bekommt man richtig Guster!
00:23:07: Herr Bayer, vielen Dank für dieses Gespräch.
00:23:10: Bitte gerne, danke auch.
00:23:11: Wir
00:23:12: haben heute gehört Bierbrauen ist weit mehr als ein technischer Prozess.
00:23:18: Es ist Handwerk Erfahrung Geduld und Verantwortung.
00:23:23: In Schlegel verbindet sich eine jahrhundertalte Tradition mit moderner Braukunst um mit der Frage, wie wir heute bewusster genießen können.
00:23:33: Mein Gast war dieses Mal der Braumeister der Stiftsbrauerei Schlägel im Müllviertel, Herr Reinhard Beier.
00:23:42: Zum Abschluss noch ein guter Gedanke für uns Männer – Qualität entsteht selten schnell!
00:23:48: Sie entsteht dort wo man mit Sorgfalt, Maß und Leidenschaft bei der Sache bleibt.
00:23:54: Ich sage Danke fürs Zuhören, bleiben sie gesund Ihr Klaus Mastallier.
00:23:59: Danke
00:24:07: fürs Zuhören!
00:24:08: Bis zur nächsten Folge.
00:24:09: Was Mann bewegt, euer KMB Podcast Team.
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