Wem gehört die Zukunft?

Shownotes

Bezüglich Generationengerechtigkeit wollen wir in diesem Podcastgespräch ein besonderes Augenmerk auf das Thema der Schöpfungsverantwortung legen, also auf das Erhalten, Schützen und Sichern unserer natürlichen Ressourcen und Lebensgrundlagen.

Für dieses Thema konnten wir Stefan Kaineder gewinnen. Er ist Landesrat für Umwelt und Klimaschutz in der OÖ. Landesregierung.

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00:00:05: Werden Sie in ähnlicher Sicherheit und in einem ähnlichen Wohlstand leben können, wie wir heute?

00:00:12: Ich denke diese Fragen bewegen uns wohl alle.

00:00:14: Und aktuell müssen wir wohl an vielen Orten feststellen dass ein lange vorherrschender Fortschrittsoptimismus eher einen Pessimismus gewichen ist und das das Grundgefühl von Sicherheit und Wohlstand zunehmend infrage gestellt ist.

00:00:34: Was man bewegt.

00:00:36: Ein Podcast der katholischen Männerbewegung zu Themen, die Männer

00:00:40: ansprechen.

00:00:49: In der Frage der Generationengerechtigkeit wollen wir ein besonderes Augenmerk auf das Thema der Schöpfungsverantwortung legen – also auf das Erhalten, Schützen und sichern unserer natürlichen Ressourcen- und Lebensgrundlagen.

00:01:02: Und es freut mich wirklich sehr dass wir für dieses Thema, den von kein jeder gewinnen konnten.

00:01:07: er ist Landesrat für Umwelt und Klimaschutz in der oberösterreichischen Landesregierung.

00:01:12: Danke, dass du dir für dieses Interview Zeit genommen hast.

00:01:16: Sehr gerne, freu mich sehr!

00:01:18: Herr Landesrat ich beginne mit einer großen und sehr weit umspannenden Frage – was sind für dich drei ganz wichtige und drängende Aufgaben- und Herausforderungen vor denen wir derzeit als Gesellschaft ja vielleicht sogar global gesehen als Menschheit stehen national und international?

00:01:37: Die drei größten Herausforderungen, vor denen wir stehen sind wahrscheinlich die Frage der Gerechtigkeit.

00:01:42: Die Frage der Nachhaltigkeit jedenfalls und ich glaube eine der dringenden Fragen in unserer Zeit ist sicher auch die Frage wie können wir Frieden sichern?

00:01:51: Also Gerechtigkeiten im Sinne von Wie schaffen wir es das von dem Wohlstand und der Fülle in der Welt tatsächlich alle profitieren?

00:02:03: Das heißt nicht, wer da alle gleich viel haben müssen.

00:02:05: Aber dass jeder und jede genug hat für ein gutes Leben.

00:02:08: Ich glaube das ist die tatsächliche Frage vor allem auch vor dem Hintergrund, dass es mittlerweile ganz wenige Menschen gibt, die unfassbaren Reichtum anhäufen können und noch immer sehr viele Menschen auf diesem Planeten des Wesentliches zum guten Leben fehlt.

00:02:25: also sicheres Dach über den Kopf ordentliche Versorgung mit Wasser Und ich glaube, wenn man es im Großen denkt ist eine ganz wesentliche Frage der nächsten Jahrzehnte.

00:02:37: Die Frage der Nachhaltigkeit ist die wahrscheinlich größte Herausforderung und zwar weil sie uns unmittelbar unsere Lebensgrundlagen unmittelbare trifft.

00:02:47: Also die Frage, wie schaffen wir es eine Wohlstandsgesellschaft zu sein ohne dass der Planet dabei kaputt wird?

00:02:51: Wenn man so will.

00:02:54: Da gibt's sehr viele Lösungsansätze Und auch einiges, das schon auf den Weg gebracht wurde.

00:03:01: Wir sind noch sehr weit davon entfernt tatsächlich unseren Wohlstand so zu erwirtschaften dass der Planet nachhaltig gesund bleiben kann.

00:03:10: dabei und dann ist natürlich nur die Frage in Zeiten in denen Kriege ausbrechen geschaffen wir es eigentlich Frieden zu sichern und dafür zu sorgen dass wir als Gesellschaften friedlich mit und nebeneinander leben können.

00:03:23: Das sind glaube ich die drei ganz großen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte.

00:03:27: Die müssen wir angehen.

00:03:29: Kommen wir zum spezifischen Thema der Generationengerechtigkeit, die natürlich in sich schon mal alles wieder umfasst?

00:03:37: Ich will da nur einige dringende Themen und Probleme kurz ansprechen.

00:03:41: Wir können nicht auf alle Fragen im Detail eingehen.

00:03:44: Wo haben wir vorhin?

00:03:45: der demografische Wandel, die Verschiebung der Altersstruktur hin, dass die Bevölkerung immer älter wird... wie sich das dann natürlich auf die Sicherung unseres Renten- und Pensionssystems auswirkt.

00:03:58: Ich denke an das Thema Staatsverschuldung, öffentliche Investitionen oder nicht Investition mit ihren entsprechenden Folgen für künftige Generationen.

00:04:09: Was aktuell auch so brennend ist – an die hohen und immer mehr steigenden Wohn- und Lebenshaltungskosten gerade für junge Menschen.

00:04:19: Ich glaube, das geht ein hohes Maß.

00:04:21: Die hat von der NPC für das schon lange aus.

00:04:24: Wo sie auch meine studierenden Kinder mitkriegt?

00:04:27: Was ist denn ihr oder dein Verständnis von Generationsgerechtigkeit und was sind da für dich aktuell die dringlichsten Themen und Fragen?

00:04:36: Also wahrscheinlich müssen wir aber vorher die Frage beantworten, was ist Gerechtigkeiten?

00:04:39: Wie habt ihr es zuerst versucht?

00:04:41: Ich glaube gerecht ist es dann wenn... wenn alle ein gutes Leben führen können und zwar unabhängig davon, wo sie herkommen welche Muttersprache sie sprechen in welches Haus sie geboren werden ob die Eltern reich sind oder was zu erben war oder nicht.

00:04:56: Und eine Gerechtigkeit unter den Generationen ist wahrscheinlich auch die Frage wie verteilen wir unseren Wohlstand so dass alle gut leben können?

00:05:08: Ich lebe ja zu Hause mit meiner Frau und unseren drei Kindern nicht allein im Haus, sondern wir haben das Haus der Schwiegereltern.

00:05:15: Die haben in den Siebzigerjahren ein Haus gebaut.

00:05:17: Das haben wir vor knapp zwanzig Jahren generell saniert und jetzt wohnen wir dort gemeinsam.

00:05:23: Und wir merken dass bei uns im Kleinen von einem guten Miteinander in Wauerole profitieren.

00:05:30: Wir haben dieses Haus saniert auf unsere Kosten, weil natürlich die Schwiegereltern erstens das Haus eh aufgebaut haben und zweiten sind Pensionen sein.

00:05:39: Und ich finde es ist wahrscheinlich sinnbildlich für die Frage wie kommen wir gut miteinander zwischen den Generationen leben?

00:05:47: Es bringen alle was ein!

00:05:49: Wir frauen die arbeiten beide und für die Kinderbetreuung wissen sie immer einen Riesensegen dass Schwiegeeltern im Haus sind diese kümmern können wenn Kinderbetrauen gebracht wird.

00:06:01: Echtzeitig ist es für unsere Kinder ein unglaublicher Gewinn, dass nicht mehr Mama und Papa da sind.

00:06:06: Weil wenn man mit denen streitet – das sind jetzt alle in der Pubertät – dann gibt's noch wenen, der mal Butterboot macht und sagt dem's nicht so tragisch.

00:06:15: Und man hat ein bisschen mehrere Erwachsene, denen man sich anvertrauen kann, die gern haben und uns zusagen, dass das Leben schon gut ist, so wie sie ist.

00:06:25: Im Großen gedacht gibt's natürlich da auch eine Problem, die Staatsausgaben für eine Generation sehr stark beansprucht werden.

00:06:38: Und vielleicht ist das Aussehen Bill Diablissin mit einem Journalisten gesprochen über seinen Vater, der Flüchtlingskind ist und sich was aufgebaut hat.

00:06:45: Die leben in Vorarlberg.

00:06:49: Im Gespräch ist er dann selber draufgekommen dass er sich gar nicht so viel Sorgen machen muss um seinem Papa weil er kriegt mehr Pension als er selbst als Journalist verdient.

00:06:57: und der Journalist war fast fünfzig.

00:06:59: Und das sind dann schon Fragen, die uns beschäftigen sollten.

00:07:03: Nämlich was ist mit den Pensionen?

00:07:05: Die einfach so hoch sind, dass sie ein normales Einkommen übersteigen.

00:07:11: Da gibt es aber Fragen, wie man stellen kann... In Summe ist genug Wohlstand für alle Generationen und auch für ein würdiges Alter wo man eben nicht mehr im Berufsleben ist sondern vielleicht den letzten Lebensabschnitt gut geniessen kann.

00:07:31: Man kann schon die Frage stellen, wie oft muss man da in Urlaub fahren wenn mein Pension ist?

00:07:36: Reicht es zweimal im Jahr oder muss das öfter sein?

00:07:39: Weil das beobachtet schon die Lebensstandards im höheren Alter, die steigen natürlich auch mit den Einkommen, die es in dem Lebensabschnitt gibt.

00:07:48: Wenn ich da vielleicht kurz dazwischengeretschen darf, kurz schon angesprochen die eigenen Kinder... die so impopatären Alters sind.

00:07:58: Du bist ja involviert im politischen, landespolitischen Geschehen und auch bundespolitisch.

00:08:05: Hast du den Eindruck dass in der Politik die Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen, der Jugendlichen, jungen Erwachsenen ausreichend berücksichtigt werden?

00:08:13: Jetzt gerade nicht!

00:08:15: Ich finde es ist verantwortungslos.

00:08:17: gott was passiert da einer Bundesregierung?

00:08:19: ich sage das doch ganz offen und erricht ungeschönt Wir haben uns in den letzten Jahren sehr bemüht, diese Wohlstandsgesellschaft zukunftsfit zu machen.

00:08:28: Indem wir den öffentlichen Verkehr radikal billiger und einfacher gemacht haben indem es in große Investitionen der öffentlichen Hand eher in die Schieneninfrastruktur gibt als in die Straßeninfrastur.

00:08:39: Warum tut man das?

00:08:40: Nicht weil das Auto von komplizierter werden soll sondern weil in einer lebenswerten Zukunft des öffentliche Verkehrsmittel einfach für attraktiver werden muss Weil mit dem Autofahren macht man nachweislich den Planeten auch ein bisschen kaputt.

00:08:55: So, jetzt kommt die nächste Bundesregierung und schichtet die Gelder wieder um und wir bauen Autobahntoddels durch Naturschutzgebiete immer sehr leicht.

00:09:02: Das ist was das vielleicht bequem ist für die die Auto haben oder für die Frechter die Waren aus dem Norden in den Süden führen müssen und an Wien vorbeifahren wollen.

00:09:14: Aber für die Zukunft unserer Kinder ist das keine nachhaltige Institution und es kostet Milliarden.

00:09:19: Und da finde ich, sind die Interessen unserer Kinder- und deren Generationen eigentlich nicht ausreichend berücksichtigt?

00:09:26: Das macht mir auch ein bisschen unrund.

00:09:28: Für mich ist ja die Einführung des Klimatickets einer der größten politischen Errungenschaften in den letzten Jahren.

00:09:35: Und so bedauerlich erscheint er, dass man diese jetzt wieder so verteuert hat... für die Studierenden ist, das ist ein ganz tolles Instrument.

00:09:47: Sie haben selber Kinder so im pubertären Alter.

00:09:51: Glauben sie, dass ihre Kinder mal im selben, wo deine Kinder im selten Wohlstand leben können?

00:09:57: Im selben Leben Standard genießen können wie wir heute haben oder muss man sagen noch haben?

00:10:04: Ich glaube, also erstens hängt es von uns ab!

00:10:07: Wie tun wir jetzt?

00:10:08: ja und... Ich glaube sogar, dass die Lebensqualität steigen kann in Österreich.

00:10:13: Und ich bin oft konfrontiert mit so einer gewissen Skepsis, ob dieser alte Satz die Kinder sonst mal besser haben als wir, ob der überhaupt noch zeitgemäß ist und den noch sagen darf weil es nicht mehr gültig ist.

00:10:27: Ich glaube das nicht!

00:10:28: Die Lebensqualité in unseren Städten – in Linz, in Wien, in Steuern, in Wales – auch ein unseres Dörfern wird dann steigen wenn wir es schaffen um die Städte zu begrünen Verkehrs zu beruhigen, Elektromobilität in die Städte zu bringen.

00:10:42: Warum?

00:10:43: Dann wird dort die Luft sauberer sein als heute es wird leiser sein als Heute.

00:10:47: Die Lebensqualität in öffentlichen Plätzen ist dann höher wenn's da grün ist und nicht ausfaltiert ist.

00:10:53: Und das alles legt nur vor uns.

00:10:54: also Wenn wir jetzt intelligent Politik machen Öffentlichen Rahmen intelligent gestalten Mobilität umstellen Dann bringt es höhere Lebensqualitäten der Zukunft Und ich sehe überhaupt nicht, warum unsere Kinder nicht in einer höheren Lebensqualität leben.

00:11:09: So in den dreißig Jahren ist das als wir sie jetzt haben.

00:11:11: Den Anspruch hätte die eigentlich und ich bin da sehr zuversichtlich und hoffnungsvoll weil die Lösungen, die wir haben für die Bekämpfung der Klimakrise und die Schaffung von Wohlstand mit der Natur gemeinsam und nicht gegen die Natur diese Instrumente führen eigentlich zu einer höherer Lebensqualitet.

00:11:30: Klingt für mich in meinen Ohren wunderschön.

00:11:32: Ich sage es jetzt ein bisschen mit Augenzwinkern politische Grundsatzerklärung.

00:11:38: Aber ist es nicht in Wirklichkeit so, dass das Thema Klimawandel, Umweltschutz, Schöpfungsverantwortung in der aktuellen Politik angesichts auch der vielen aktuellen Krisen eher ins Hinterdreffen geraten ist oder in den Hintergrund gerückt wird?

00:11:52: Weil so viele andere Dinge gegen die noch wichtiger sind?

00:11:57: Das scheint ein bisschen so, wobei er gleichzeitig die drei Wochen, die wir jetzt eine Hitzewelle vergleichslose Hitzerwelle hatten Die Glaube hat einen wieder gezeigt, das Thema ist nicht weg sondern es ist präsenter denn je.

00:12:12: Ein Journalistin hat in der Presse mal geschrieben über diese drei Wochen, wo es fast vierzig Grad bekommen hat.

00:12:17: Naja wenn das ein Hochwasser gewesen wäre, also eine Naturkatastrophe mit viel Wasser dann waren die Politiker in die Gommestüfe entlang da ins gestanden und hätten Sandsäcke geschlicht mit der Feuerwehr Und so war die Politik weitgehend ruhig.

00:12:31: Ich nehme es für mich in Anspruch und auch eigentlich für meine Partei, dass wir nicht ruhig waren sondern das thematisiert haben.

00:12:36: aber die Katastrophe die durch solche Hitzewellen entsteht ist in verschiedenen Bereichen viel dramatischer als auch Hochwasser, also gerade was Sterbefälle betrifft und so weiter.

00:12:46: Es ist sterbend viel mehr Menschen an Hitzewellen in Europa oder an diesen enormen Temperaturen als ein Hochwasser.

00:12:57: Es werden Schäden verursacht, Straßenbröcke, Schienenverziehungsee... Also es gibt da an der Infrastruktur veritable Schäde durch diese große Hitze.

00:13:05: Und ich glaube man muss dem mit der nötigen Dringlichkeit und Behaarlichkeit Begegnen.

00:13:11: Jetzt stimmt es, wir haben momentan Regierungen in Oberösterreich und auch in der Bundesregierung die das nicht zur Priorität erklären.

00:13:19: ich glaube dass ist ein großer Fehler Und mein Ziel ist es das wieder zu ändern und zwar so dass man die Menschen am mitnimmt auf diesen Weg.

00:13:28: Das ist auch der Grund warum ich meine Telefonnummer plakatiert habe.

00:13:31: Ich telefoniere mit hunderten Menschen gerade Versuche so wieder Vertrauen herzustellen in die Politik, auch in unserer Partei und ich glaube dass uns das ergelingen wird.

00:13:40: Wie kann man denn die wirtschaftlichen Interessen, Sicherung des Wohlstands auf der einen Seite austarrieren mit Verantwortung für unsere Um-und-Mitwelt?

00:13:51: Und sodass sich das schön miteinander und vielleicht sogar hand in Hand ausgeht!

00:13:54: Ja... Ich glaub' dass es zum Beispiel in der Energieversorgung eigentlich eine Win-Win Situation sowieso ist.

00:14:01: Wirtschaftliche Entwicklung heißt Wertschöpfung.

00:14:08: im besten Fall in der Region halten als in Oberösterreich.

00:14:10: So, jetzt ist es so dass wir jedes Jahr Milliarden Euro dafür ausgeben das energetische Rohstoffe also Öl und Gas nach OberÖsterreich importiert werden.

00:14:19: Wir verfeuern sie dann dann sind sie weg.

00:14:21: da müssen wir's wieder importieren.

00:14:22: Das heißt Es gibt einen unglaublichen Abfluss an Wohlstand nur deshalb weil die uns nicht selber mit Energie versorgen können.

00:14:29: Der Aufbau einer Infrastruktur Energieinfrastruktur, also Windräder bauen, Fotodilkern lagen bauen führt nicht nur dazu dass die Leute sie selbst mit Energie versorgen können sondern dass diese Ausgaben nicht mehr nach Saudi Arabien oder nach Moskau fließen und das sorgt für eine Wertschöpfung in unserer Region.

00:14:47: Es ist ein Wirtschaftsprogramm.

00:14:49: Wie

00:14:49: ist denn das mit der Windenergie in Österreich?

00:14:53: Ja, die ist um diesen Stritten.

00:14:54: Aber eigentlich nur in der Politik finde ich interessanterweise... Also wir haben Unfragen, die sagen das acht Prozent der Leute, Windräder befürworten auch wenn sie das Landschaftsbild in ihrer Region verändern.

00:15:06: Das ist ziemlich viel für die acht Prozent!

00:15:09: Meine Erfahrung im Gespräch mit den Menschen vor Ort also in Sandel bin ich im Wald gestanden mit den Jägern und Förstern und habe mit jener darüber gesprochen.

00:15:17: wie ist es eigentlich wenn du als Windrädner in den Wald einkommst?

00:15:20: Ich habe immer mit Dutzenden Menschen telefoniert, die zu einem Windkraft mit mir reden wollten und die Allermeiste sind da positiv.

00:15:27: Sie wissen wir brauchen die Energie und die Frage ob man es jetzt aus Saudi-Arabien importieren oder selber machen, die treibt die Leidung.

00:15:34: aber politisch gibt's da großen Gegenwind wenn man so sprechen will nämlich von FPÖ-VP die in der Koalition miteinander beschlossen haben dass sie eigentlich eher Verbotszonen verordnen wollen und das ist ein riesiger Schaden.

00:15:48: Wir stemmen uns dagegen so gut mit Kindern und ich glaube, wir werden auch erfolgreich sein.

00:15:51: Weil wenn man eine große Mehrheit der Bevölkerung hat, die das gescheit findet dann ist in der Demokratie meistens auch... Dann hast du meistens gute Chancen.

00:15:59: Ich

00:16:00: habe mir im Vorfeld natürlich auf der Hamburg über deine Aufgabenzuständigkeitsbereich informiert und da kommt sehr oft das Wort Wasser vor.

00:16:12: Aus meiner Sicht der entscheidende Schlüsselrost aus der Zukunft, wenn man das so nennen will.

00:16:18: Mit welchen Herausforderungen sind wir denn da aktuell konfrontiert?

00:16:23: Die Wasserkreisläufe verändern sich durch und mit der Klimawiese.

00:16:28: Ich war gestern bei einem Bio-Bauern in Schwertberg und er beobachtet ... Irgendwann gefogt.

00:16:34: seit wann beobachtest du diesen?

00:16:35: Der sagt genau die letzten fünf Jahre was ganz extrem!

00:16:38: Das Regenfälle nehmen wir regelmäßig so ein Brauchbar vom Himmel kommen, gerade im Frühjahr.

00:16:47: Der sagt wir gehen eigentlich jetzt jedes Jahr in den Frühjahren mit einem Defizit schon in die Frühlingssaison weil ich im Winter zu wenig Niederschläge war.

00:16:54: Dann bleibt es im Frühling so wie's heuer war extrem trocken und das macht was mit allem wie ihr als Landwirt arbeiten muss.

00:17:02: Sie beginnen jetzt Zwischengräser anzubauen und sich anzupassen an diese große Tür aber gelingen nur dem, dass ich nicht überreue und das ist tatsächlich ein Riesenherausfall.

00:17:12: Wir beobachten es einem Grundwasser.

00:17:13: wir haben momentan historische Niedrigststände beim Grundwasser in Oberösterreich.

00:17:19: Es gibt glaube ich keine große Aussicht auf Besserung.

00:17:21: jetzt bleibt's wieder zwei Wochen schön und trocken Und an dies müssen uns anpassen.

00:17:25: also wir haben das Klima verändert.

00:17:29: Das sagt die Klimaforschung recht eindeutig.

00:17:31: diese stabile Klimafase die über Zehntausende Jahre gegangen ist und den Aufstieg der menschlichen Spezies eigentlich erst ermöglicht hat, haben wir jetzt schon verlassen.

00:17:43: Es wird unsicherer, Regen kommt unregelmäßig und war dann sehr stark zu heftig vom Himmel und dann wieder Wochen oder Monate lang keiner.

00:17:51: Und an das werden wir uns anpassen müssen – und das ist für uns in der Wasserwirtschaft, wo ich zuständig bin auch tatsächlich eine große Herausforderung.

00:17:58: Thema Schutz von Böden, Welt am Biodiversität.

00:18:02: Sind wir da gut unterwegs?

00:18:06: Wir sind unterwegs, sagen wir es mal so.

00:18:09: Es ist ein bisschen wie beim Klima- und Umweltschutz.

00:18:10: Da passiert sehr viel Gutes.

00:18:12: Aber der Energiewende darf man nicht verstecken... in sehr vielen Bereichen hohe Investitionen haben.

00:18:18: In die Energieversorgung hat die Leute, die Techer zu solaren Kraftwerken machen.

00:18:23: so investieren wir auch an unseren Flüssen in Renaturierungsprojekte und in die Umstellung der Wälder sozusagen auf klimafitte Wälden.

00:18:34: aber auch da ist es so dass das bei den Regierungen im Moment am Zug sein eigentlich keine Priorisierung gibt Und ich glaube, dass das deshalb ein Fehler ist, weil es auch unsere Lebensgrundlagen sind.

00:18:48: Es ist ein bisschen naiv zu glauben, dass in kranken Ökosystemen die Menschen, die anziehen sollen, gesund bleiben.

00:18:56: Das wird nicht passieren!

00:18:57: Also werden wir uns darum kümmern müssen, dass man in unserer Heimat eine gesunde Natur haben und es geht nur wenn die Natur nur Plotsworte, Biodiversität den Platz kriegt und auch Renaturierungen an Flüssen und anderen Stellen passiert.

00:19:13: Es wird schon deutlich, es gibt tatsächlich viele, nennen wir sie einfach mal Probleme oder positiv bis auch Herausforderungen, denen wir uns als Gesellschaft Menschheit stellen müssen und mir persönlich ehrlich gesagt falls manchmal schwer in dieser Zuversicht und Hoffnung für die künftigen Generationen zu bleiben.

00:19:36: Unsere Podcastreihe heißt ja, was man bewegt und so möchte ich einfach dich gerne fragen.

00:19:41: Was dich so bewegt in deinen politischen Handeln, woraus du Kraft zuversicht schützen kannst?

00:19:47: Und gibt es wirklich berechtigte Hoffnung oder Anzeichen für berechtige Hoffnungen zur Versicht dass wir Menschen auf diese Fragen der Klimagerechtigkeit gute Lösungen finden werden?

00:19:58: Ja die gibt's!

00:19:59: Ich bin ja grundsätzlich ein sehr positiver Mensch.

00:20:03: Ich werde es öfter gefragt, gibt es Grund zur Hoffnung?

00:20:06: Und ich sag dann immer für Hoffnungslosigkeit habe ich drei Kinder zu viel.

00:20:10: Das kann ich mir nicht leisten weil denen bin ich im Wort.

00:20:13: Es kann ja nicht sein dass meine Kinder oder unsere Enkelkinder irgendwann eine kaputte Erde von uns übergeben bekommen.

00:20:19: das will ich nicht verantworten.

00:20:20: also werden wir das schaffen müssen und ich bin auch zuversichtlich dass das geht.

00:20:24: Die Helga Grand Colb bringt dir das auch so toll auf den Punkt in ihrem Buch, was ich halt zu pessimismus ist.

00:20:30: Ist es zu spät?

00:20:32: Ich glaube sie hat recht!

00:20:35: Man kann beklagen dass die Welt so ist wie sie ist aber vom Jammern wird's nicht besser und mir hilft da ehrlicherweise schon einmal glaube also ich bin ja in meiner Heimatpfarre noch als Kantor tätig meine Kinder haben alle drei administriert und wir sind dort gut verwurzelt.

00:20:53: Ich gebe zu, ich hadere mit meiner Kirche immer wieder in verschiedenen auch politischen Fragen.

00:20:57: Aber im Grunde nehme ich sehr viel Kraft aus dem Glauben, weil für mich in Wahrheit der Christliche Glaube mir immer wieder sagt, ich muss nicht alles selber

00:21:10: schaffen.".

00:21:10: Also dort wo ich merke, ich komme an das Ende meiner Kräfte, da kann ich die Verantwortung auch ein Stück mal an das hingehen und darauf hoffen dass er anderen noch mithilft.

00:21:20: Ich glaube, Karl Rainer hat einmal gesagt, unsere Verantwortung ist es möglich zu tun und das Unmögliche Gott zuzutauen.

00:21:28: Und je nachdem wie man das interpretieren will, ich merke für mich klingt das nicht naiv sondern es hilft mir die großen Herausforderungen anzunehmen und gleichzeitig zu wissen, ich kann nicht alles immer selber regeln.

00:21:42: Ich beobachte dass es sehr viele Menschen gibt denen diese großen drängenden Fragen wichtig sind dass wir eigentlich für fast alles schon Lösungen bereit haben und dass es jetzt darum geht, die Umsetzung Schritt-für-Schritt auch zu erwirken und zu erkämpfen.

00:22:01: Es war ein gewagtes Experiment, meine Telefonnummer zu plackern, weil es an wirklich hunderte Menschen angegriffen sind.

00:22:08: Und mein Konklusio ist aus diesen vielen, vielen Gesprächen... Und das gibt mir so viel Zuversicht und Hoffnung, weil ich glaube, dass es den allermeisten Menschen nicht wurscht.

00:22:20: Das wie's mit unserer Natur und unser Umwelt weitergeht.

00:22:24: Deshalb bin ich da extrem zuversichtlich!

00:22:29: Ich glaub wir haben viel vor.

00:22:31: Es hat noch nie Zeit gegeben in der die Menschen keine Herausforderungen vorsehen gehabt.

00:22:37: Der Hinweis aus dem Glauben war so... Also Ressourcankraftquelle, woher legt für mich eine superfältige Kurve.

00:22:44: die nächste Frage?

00:22:46: Welchen Stellenwert du Religion, Religion meinten, sag ich mal.

00:22:51: Den Bluraltkirche-Kirchen.

00:22:53: Du beinwissen würdest in dieser ganzen Frage der Generationsgerechtigkeit und was deren spezifischer Beitrag vielleicht sein kann.

00:23:03: Also ich glaube wir sind ... Die Religionen haben schon eine spezielle Verantwortung um uns... immer wieder, immer wieder deutlich zu machen dass wir nicht nur für uns selber da sind.

00:23:15: Also diese Fähigkeit unser Leben das so individuell ist und bunt wie es noch sein kann auf andere zu projizieren und auf das ganze zu schauen Das ist eine wichtige Herausforderung die wir in unserer Gesellschaft sehen.

00:23:30: also man merkt schon Die sozialen Medien, die Händis schaffen es irgendwie uns immer mehr auf uns selbst zurückzuwerfen.

00:23:40: Und ich habe das Gefühl manchmal verlieren wir den Blick darauf, dass wir voreinander Verantwortung tragen und aufeinander bezogen sind also, dass in Gesellschaft leben und dass die großen Probleme über die wir gesprochen haben oder die Herausforderungen vor denen wir stehen, dass die nur gemeinsam gelöst werden können.

00:23:59: Und da haben Religionsgemeinschaften eine riesige Verantwortung an einen großen Beitrag zu leisten indem sie uns immer wieder sagen Du darfst so sein, wie du bist in aller Freiheit.

00:24:09: Du bist sozusagen nie ohne die

00:24:11: anderen.".

00:24:13: Und das ist glaube ich deshalb so wichtig weil nur dadurch werden wir diese großen Herausforderungen Gerechtigkeit Nachhaltigkeit und vielleicht auch den Frieden miteinander sichern können.

00:24:24: Das kann keine technische Innovation schaffen dieses Gemeinschaftsgefühl.

00:24:29: Ich glaube dass Politik ein Stück ansteht.

00:24:33: Ich glaube, dass der Religionsgemeinschaft einen ganz wichtigen Beitrag zu leisten hat.

00:24:36: Ich bin Vertreter der katholischen Männerbewegung eigentlich mit eigentlich sondern wirklich den größten Männervereinigung Österreichs als Organisation.

00:24:48: Gibt es was, was du uns von der KMB vielleicht auch in Stammbuch schreiben möchtest im Blick auf Thema Schöpfungsverantwortung und Generationengerichtigkeit?

00:24:59: Was kennen wir?

00:25:01: leisten, beitragen.

00:25:02: Was ist uns unser Feld auf dem wir dort hätte gehören können?

00:25:07: Also ich habe eine große Freude mit dem wie die katholische Männerbewegung versucht verschiedene Männerbilder aufzuzeigen weil wir haben finde in unserer Gesellschaft nun schon eine große Herausforderung für Männer tagliche Rollenbilder sozusagen zu finden.

00:25:26: Die alte Versorgerrolle hat sich überholt und sie ist eine zeitgemisse Herausforderung nicht gerecht, dass wir Frauen in Führungsverantwortung brauchen.

00:25:39: Bei den Grünen ist es so, dass es in jeder Verantwortung immer ein Mann oder Frau gibt und dieses Zusammenspiel funktioniert hervorragend und führt zu besseren Lösungen.

00:25:49: Wir brauchen die Nenner viel stärker in der Versorgarolle.

00:25:52: auch Ich war bei allen drei Kindern inkarinnt.

00:25:57: Die Beziehung zu meinen drei Kindern ist extrem stabil und ich glaube, das hat damit tun, dass sich alle drei sehr viel gehaubt habe wie sie ganz klar waren.

00:26:07: Das heißt es gibt so einen riesigen Mehrwert für die Kinder, für die Väter und für die Beziehungen zwischen Kindern und Vätern.

00:26:14: Und gleichzeitig gibt's einen riesig mehrwert für meine Frau, die einfach berufstätigbar gesungen hat für auf der Bühne gestanden ist wie die Kinder noch ganz klar sind.

00:26:23: Also wenn es um Generationengerechtigkeit geht, er selbst sozusagen Rollen ändern brauchen.

00:26:28: Wenn's um die Versorgung der Alten geht, das hängt ganz viel bei den Frauen und ich glaube da müssen wir uns als Männer einfach auch stärker einbringen.

00:26:35: Erstens weil wir oft auch körperlich mehr gehofft haben.

00:26:38: Wenn es um das Umlagern, also wenn es wirklich pflegebedürftige Menschen geht, da können wir einfach viel helfen und ich glaub wir sollten viel helfen.

00:26:45: dafür braucht es aber Vorbilder- und Rollendbinder.

00:26:48: und wie das Mächte der katholischen Männerbewegungen mitgeben Bleibt es da mutig?

00:26:54: Weil ich habe den Eindruck, was in der Zeitung ist bei euch oder bei uns.

00:26:59: Ich bin ein Mitglied der Katholisch-Männerbewegung, dass da versucht wird sehr viel zu zeigen.

00:27:04: wie kann das Männerbild im XXI.

00:27:07: Jahrhundert modern und trotzdem so ein Leben vorgezeigt werden.

00:27:13: Da hab' ich echt Freude und gefreue mich wenn das so weitergeht.

00:27:17: Dann freuen wir uns auch über diese positiven Rückmeldungen.

00:27:22: Und ja, ich sage es jetzt nur angesichts natürlich auch mancher problematischer Männerbilder die irgendwie weltweit wieder irgendwie so im Aufkommen sind.

00:27:31: Ich glaube braucht dieses Kontrabunkt umso mehr dieser fürsorglichen Männlichkeit.

00:27:36: Lieber Herr Landesrat das war jetzt wirklich eine schnelle Tour de force durch viele große Themen unserer Zeit und wahrscheinlich können wir uns über jede einzelne Detailfrage sehr sehr lange noch weiter unterhalten.

00:27:50: Aber eben das Zeitbudget verlangt, dass wir da hier am Punkt machen.

00:27:54: Ich denke aber, dass es gut ausserkommen ist wie vielfältig die Aufgaben und Herausforderungen in Bezug auf das Thema Generationengerechtigkeit sind.

00:28:04: Ich finde auch, dass das Bewusstsein wichtig ist, dass die Politik nicht alleine alles richten und bewirken kann sondern dass es da auf jeden und jede von uns ankommen wird gemeinsam für eine gute Zukunft für die kommenden Generationen zu sorgen.

00:28:20: Noch einmal ganz herzlichen Dank, dass du dir für dieses Interview Zeit genommen hast.

00:28:24: Sehr sehr gern, habe ich gefreut!

00:28:27: Liebe Hörer und Hörerin, das war eine weitere Folge unserer Podcastreihe Was Mann bewegt mit dem Landesrat für Umwelt- und Klimaschutz, der fand keine da.

00:28:36: Wir als Podcastteam freuen uns wenn wir sie öfter vielleicht ja sogar regelmäßig bei unserer monatlichen Podcastreiher begrüßen dürfen.

00:28:44: Die neuen Folgen gehen jeweils am Monatbeginn online.

00:28:48: Es verabschiedert sich von Ihnen, Ihr Wolfgang Böbel, theologischer Assistent der katholischen Männerbewegung Oberösterreich.

00:29:02: Danke fürs Zuhören!

00:29:04: Bis zur nächsten Folge.

00:29:05: Was Mann bewegt – euer KMB Podcast Team.

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